Freitag, September 4

Simone Lugner: Vom „Bienchen“ zur eigenständigen Persönlichkeit

Simone Lugner ist die Witwe des im Sommer 2024 verstorbenen Wiener Baumeisters Richard Lugner – doch wer sie darauf reduziert, greift zu kurz. Die 44-Jährige, die in der Boulevardpresse jahrelang unter ihrem Spitznamen „Bienchen“ geführt wurde, hat sich in den vergangenen zwei Jahren zur eigenständigen Medienpersönlichkeit entwickelt: Moderatorin, TV-Teilnehmerin, Tierschutzaktivistin und Unternehmerin in eigener Sache. Ihr Weg dorthin war alles andere als geradlinig.

Hochzeit, Tod und ein unerbittliches Jahr 2024

Als Simone am Silvesterabend 2023 das neue Jahr begrüßte, hatte sie wohl nicht mit diesen bewegenden Monaten gerechnet. Im Frühjahr 2024 begleitete sie Richard Lugner als seine Partnerin zum Wiener Opernball – an seiner Seite Hollywood-Star Priscilla Presley. Am 1. April machten die beiden ihre Beziehung wieder öffentlich, nachdem sie sich 2021 verlobt und dann wieder getrennt hatten.

Im Juni 2024 heirateten Simone und Richard Lugner – nur wenige Wochen später, im August 2024, verstarb der österreichische Unternehmer und Baumeister im Alter von 91 Jahren. Das Paar war zum Zeitpunkt seines Todes gerade einmal etwas mehr als zwei Monate lang verheiratet.

Was folgte, war kein sanfter Abschied, sondern ein brutaler Aufprall auf die Realität: Wenige Tage nach der Beerdigung am 31. August flatterte die Kündigung bei ihr herein. Sie hatte ihren Job bei Hornbach für eine neue Stelle in der Lugner City aufgegeben – und musste das Unternehmen nun sofort verlassen.

Erbstreit und Familienbruch: Die juristische Front

Der Tod des Baumeisters zog einen komplexen Rechtsstreit nach sich, der bis heute nicht vollständig abgeschlossen ist. Am 7. Oktober 2024 wurde das Testament eröffnet, doch offene Fragen zur Vermögensverteilung blieben. Sowohl Witwe Simone als auch Tochter Jacqueline nahmen das Erbe nur bedingt an, was auf potenzielle Unsicherheiten im Nachlass hindeutete.

Simone Lugner sah sich mit einer Reihe von Herausforderungen konfrontiert: Vandalismus am Grab ihres Mannes, finanzielle Sorgen aufgrund der Erbstreitigkeiten und notwendige Reparaturen an der Lugner-Villa. Um die laufenden Kosten des Anwesens zu decken, soll sie sich vorübergehend Geld von ihrer Mutter geliehen haben – ein Detail, das in der österreichischen Klatschpresse für Aufsehen sorgte.

Was bleibt: Die laufenden Gerichtsverfahren rund um das Lugner-Erbe belasten sie weiterhin, wie sie selbst im Gespräch mit österreichischen Medien bestätigte.

Dancing Stars: Der Sprung ins Rampenlicht

Anstatt sich in die Stille zurückzuziehen, wählte Simone Lugner den entgegengesetzten Weg. Von Februar bis Mai 2025 war sie Teil des ORF-Formats „Dancing Stars“ – und tanzte sich mit Disziplin und der Unterstützung des Publikums bis ins große Finale.

Das Finale wurde hart umkämpft von Paulus Bohl, Aaron Karl und Simone Lugner. Den Titel sicherte sich am 23. Mai schließlich der Schauspieler Aaron Karl. Ein zweiter Platz im Finale einer der meistgesehenen Unterhaltungssendungen Österreichs ist allerdings kein Trostpreis – er markiert den Beginn einer ernstzunehmenden Medienpräsenz jenseits des Lugner-Schattens.

Parallel zur Tanzshow begleitete ein Kamerateam von PULS 24 ihren Auftritt beim Wiener Opernball 2025 in einer mehrteiligen Doku-Reihe. Gezeigt wurde der Weg von der Vorstellung ihrer Person über die Kleidersuche und -probe, Haare und Make-up bis hin zum Abend in der Staatsoper.

Unternehmerin, Moderatorin, Society-Lady

Simone Lugner beschränkt sich längst nicht mehr auf das Parkett der Tanzshows. Sie moderiert Business-Talk-Sendungen – ein Format ähnlich einem Podcast, das über DAB+ und Webradio ausgestrahlt wird und sorgfältig ausgewählte Musik mit Gesprächen aus verschiedenen Bereichen verbindet.

Daneben hat sie ein eigenes Honigprojekt ins Leben gerufen und präsentiert es bei gesellschaftlichen Anlässen. Zu ihren Projekten zählen neben der TV-Karriere auch eigener Honig und diverse Moderationsengagements.

Ob auf angesagten Bällen oder Society-Treffen – in der heimischen Szene hat sie sich längst einen festen Namen gemacht. Ihr Auftritt beim 15-Jahre-Jubiläum der L’Osteria in Linz Mitte 2026 zeigte eine entspannte, aufgeschlossene Frau, die das gesellschaftliche Leben wieder genießt.

Der neue Look

Auch optisch vollzieht die Wienerin einen Neuanfang. Die 44-Jährige hat sich von ihrem bisherigen Stil verabschiedet und trägt ihre Haare nun in frühlingshaftem Erdbeerblond – auf Social Media kommentierte sie den Farbwechsel mit den Worten: „Neue Haarfarbe: Erdbeerblond. I’m lovin it.“

Liebesleben 2026: Zwischen Offenheit und Zurückhaltung

Seit dem Ableben von Richard Lugner im August 2024 ist Simone offiziell solo unterwegs. Kurze Gerüchte über ein Flirt-Intermezzo mit Adoptivprinz Marcus von Anhalt in Kitzbühel wurden von ihr nicht weiter kommentiert.

Inzwischen signalisiert sie, wieder für neue Begegnungen offen zu sein. Auf die Frage, ob bei gesellschaftlichen Events potenzielle Männer dabei gewesen seien, antwortete sie kurz und bestimmt: „Ja.“ Eine feste Beziehung steht aber nicht auf ihrer Wunschliste.

„Ich denke dann gar nicht an einen anderen momentan, weil da gibt’s noch nichts. Und ich weiß auch nicht, wann jemals was kommt“, stellt sie klar. Für den Sommer 2026 plant sie keinen großen Urlaub – stattdessen Garten und Pool am Wiener Anwesen.

Drohung, Stärke, Haltung

Dass ihr Leben als Lugner-Witwe auch bedrohliche Seiten hat, zeigte ein Vorfall im Dezember 2024: Am 19. Dezember bedrohte ein mutmaßlicher Täter Simone Lugner während eines Radio-Interviews mit Mord – die Staatsanwaltschaft erstattete Anklage. Die Witwe ging mit dem Vorfall öffentlich um, statt ihn zu verschweigen – ein Zeichen für die Haltung, mit der sie die vergangenen zwei Jahre bewältigt hat.

Simone Lugner 2026: Wohin geht die Reise?

„Ich spür es an mir selbst, dieses Verarbeiten ist vorbei. Es ist jetzt wirklich so diese Phase, es muss was passieren, es muss weitergehen“, sagte sie in einem aktuellen Interview. Ein TV-Team dreht derzeit eine vierteilige ATV-Serie über ihren Alltag, die authentische Einblicke in ihr Privatleben, Events, Fitnessthemen, Tierschutzprojekte und rechtliche Angelegenheiten geben soll.

Aus dem „Bienchen“ an der Seite eines der bekanntesten Österreicher ist eine Frau geworden, die ihre eigene Agenda schreibt. Ob das nachhaltig gelingt, wird die nächste Staffel des Wiener Gesellschaftslebens zeigen.

Häufig gestellte Fragen (FAQs)

Wer ist Simone Lugner?
Simone Lugner ist die Witwe des österreichischen Unternehmers und Baumeisters Richard „Mörtel“ Lugner, der im August 2024 im Alter von 91 Jahren verstarb. Die beiden heirateten im Juni 2024 – ihre Ehe dauerte damit nur rund zehn Wochen. Seither hat sich Simone Lugner als eigenständige Medienpersönlichkeit, Moderatorin und Unternehmerin positioniert.

Was macht Simone Lugner heute beruflich?
Sie moderiert ein Business-Talk-Radioformat, war 2025 Finalistin bei der ORF-Show „Dancing Stars“, tritt als Interviewerin bei gesellschaftlichen Events auf und vermarktet ihr eigenes Honigprodukt. Zudem dreht ATV derzeit eine vierteilige Doku-Serie über ihren Alltag.

Wie steht es um das Erbe von Richard Lugner?
Der Nachlass ist nach wie vor juristisch nicht vollständig geklärt. Sowohl Simone Lugner als auch Richards Tochter Jacqueline haben das Erbe nur bedingt angenommen. Der Erbstreit belastet Simone Lugner nach eigener Aussage weiterhin, auch wenn sie versucht, nach vorne zu blicken.

Hat Simone Lugner einen neuen Partner?
Stand Sommer 2026 führt sie keine feste Beziehung. Sie signalisiert zwar, für neue Begegnungen offen zu sein, macht aber deutlich, dass eine neue Partnerschaft derzeit nicht ihre Priorität ist. Den Sommer 2026 will sie ruhig in Wien verbringen.

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